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Weingärten in Steillagen
Unser größtes
Kapital sehen wir in den bis zu 60 Grad steilen Lagen im Durchbruchstal
der Krems. Viele davon haben wir im letzten Jahrzehnt rekultiviert, das
heißt von Gestrüpp, Wald und Felsen befreit und damit so manche Riede
aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erweckt.
Unser Paradebeispiel:
Die Riede Ehrenfels.
Das Wissen um den Wert
karger, steiniger Steillagen, verewigt in Sätzen wie „Wo der Pflug kann
gehen, kein Weinstock soll stehen“, scheint im Marketinggetöse unserer
markensüchtigen Konsumgesellschaft zu verblassen. Dabei hat der aus
Winningen an der Mosel stammende Dr. Carl Wilhelm Arnoldi die Sache
bereits im 19. Jahrhundert auf den Punkt gebracht: „In guten Jahren ist
das Produkt der Ebene ausnehmend reich, aber nicht haltbar, sodass es in
den ersten Jahren verbraucht werden muss. Es schadet dabei dem Renommee
eines Weinortes. Haltbarer Lagenwein wächst nur im Gebirg!“
Sicher hat sich vieles
seither verändert. Dank mancher Helferlein im Weingarten und vor allem
im Keller werden mittlerweile aus tiefgründigen Flachlagen,
selbstverständlich auch bei uns im Betrieb, sehr gute preiswerte
Alltagsweine erzeugt. Nur für das „Alltägliche“, welch eine
Verschwendung des Kulturgutes Wein zum Wohle steigender Umsätze in
immervollen Supermarktregalen.
Wir freuen uns über
Lagen und Böden zu verfügen, die das Besondere zulassen, ja geradezu
herausfordern und daher einer genaueren Betrachtung wert sind.
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Die
Geschichte der Riede Ehrenfels!
Größe: 2 ha
Sorten:
Grüner Veltliner, Riesling
Ausrichtung: Süd - Südost
Seehöhe: 240-310 m Steigung: 45-60 Grad
Boden: Granit, der böhmischen Masse darüber nur grob verwitterter
Gföhler Gneis in geringer Auflage (20-80cm) Es handelt sich sicher
um die trockenste und heißeste Riede Senftenbergs, die 1437 erstmals
auch urkundlich erwähnt wird. Aufgrund ihrer Steilheit (45°-60°) und
ihres kargen Bodens
wurde um 1900 und 1930 ein Teil und ab 1945 der ganze Weinberg nicht
mehr bewirtschaftet. In den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg ging
es beim Wein darum,wieder so etwas wie eine günstige
Grundversorgung herzustellen. Da dies vorzugsweise mit Weinen aus leicht
zu bewirtschaftenden Lagen erzielt wurde, geriet der Ehrenfels allmählich in Vergessenheit. Meine
ersten Nachforschungen ab 1986 lösten daher im besten Fall Verwunderung
und Erstaunen aus. Durch die Feststellung einiger alter Weinbauern ,,Fü
griagst net, oba guat is a´´. Einer erinnerte sich sogar ,, Der Wei hot
sogoa um 1925 in Wean amoi a Goldmedaille kriagt´´ ermutigt, begannen wir
ab 1988 den Berg zu erwerben, von Gestrüpp bzw. Wald zu befreien und
wieder mit Rebstöcken zu bepflanzen. Die um 1985 einsetzende Aufbruchstimmung im
österreichischen Weinbau und die dadurch hervorgerufene Nachfrage nach exzellenten Weinen haben dies ermöglicht. Denn schwierige, wenig
ertragreiche Lagen sind immer ein Spiegel des Wohlstandes einer
Gesellschaft und ihre Bewirtschaftung wird immer mit einem Hauch Luxus
verbunden bleiben. Der ´´Gewinn´´ der Lage Ehrenfels geht aber für uns,
die wir das Privileg genießen dort arbeiten zu dürfen, weit über einen oft
genug an der Kippe stehenden (Geld) Ertrag hinaus |
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Riede
Hochäcker
Größe: 2 ha
Sorten: Riesling, Gelber Muskateller
Ausrichtung: Süd bis West
Seehöhe:
300-370 m
Steigung: 30-45 Grad
Boden: sehr eisenreicher , relativ gut verwitterter Gföhler Gneis
in einer Mächtigkeit von 50 bis 150 cm, darunter Granit der böhmischen Masse.
Die Riede geht oberhalb der Terrassen in eine ebene Fläche (Größe 3 ha)
über, auf der großteils Löss vorherrscht. Auf dieser Hochfläche gedeihen verschiedene
Sorten wie Chardonnay, Gelber Muskateller, Merlot und vor allem Grüner
Veltliner. Letzterer wird wie bei vielen kleine Rieden auf diesem Hochplateau
Richtung Langenlois zum Grünen Veltliner "Freiheit" zusammen gefasst.
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Riede
Pellingen
Größe: 3,7 ha
Sorten: Grüner Veltliner von alten Reben (40 Jahre
alt)
Ausrichtung: Südost bis Südwest
Seehöhe: 220 - 250 m
Steigung: 0- 25 Grad
Boden: meist sandiger Löss in einer Mächtigkeit von
30 bis 200 cm darunter wieder Gföhler Gneis der an manchen Stellen bis
knapp unter die Oberfläche reicht eine typische Veltlinerlage!
Ebenfalls aus der Lage Pellingen kommt der Grüne Veltliner Senftenberger Burg, den man als den
" kleinen Bruder " bezeichnen könnte. Hier finden meist die
Trauben der
jüngeren Stöcke Verwendung.
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Riede
Rameln
Größe: 3 ha
Sorte: Grüner Veltliner, Riesling
Ausrichtung: Südwest
Seehöhe: 230 - 370 m
Steigung: 5 - 45 Grad
Boden:
der Weingarten
beginnt am Talboden hinter dem Senftenberger Friedhof mit relativ saurem
Schwemmsand (Grüner Veltliner) und reicht über viele kleine Terrassen bis
auf 370 m . Mit zunehmender Höhe tritt immer mehr Granit auf, der
diese Riede zur "härtesten" in Senftenberg macht.
"Wenn
man hier graben will, muss man sprengen!"
Der
weiter oben gepflanzte Riesling hat auch oft in der Jugend eine
mineralisch-steinige Art, die dem Wein ein nobles, zurückhaltendes
Auftreten verleiht.
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| Foto folgt |
Riede Pfeningberg
Größe: 1 ha
Sorte:
Riesling
Ausrichtung:
Südwest
Seehöhe:
240 - 300 m
Steigung:
35 Grad
Boden: im Unterboden weiches schiefriges Gestein , darüber eine Schicht Braunerde. Der Pfeningberg
ist unsere östlichste und damit tiefgründigste Rieslinglage. Durch das
gute Wasserspeichervermögen kann der Weingarten in den trockensten
Jahren seine Vorzüge am besten ausspielen. Die Weine geraten dann
kräftig, ausgewogen und im Vergleich zum Ehrenfels entwickeln sie sich
rascher.
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